Refugees welcome!

Zur Zeit entsteht eine Unterkunft für Flüchtlinge in der Nachbarschaft des Steeler Ruder-Vereins. Am vergangenen Dienstag fand in Steele ein erstes Treffen statt, bei dem besprochen wurde, wie Steele die Flüchtlinge willkommen heißen und unterstützen kann.

In der Flüchtlingszeltstadt im Pläßweidenweg sollen zirka 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Es handelt sich um zwei sehr große beheizte Zelte mit Hygieneeinrichtungen und kleinen einzelnen Parzellen. In jeder Parzelle können 6-8 Menschen wohnen. Zusätzlich dazu gibt es einen Sanitäts-Container, einen Aufenthalts-Container, einen Verwaltungs-Container und am Eingang wird es eine Art Eingangskontrolle geben. Die Bewohner sind natürlich frei ihn ihren Bewegungen, Besucher dürfen sich bis 20:00 Uhr nach Anmeldung (Perso vorzeigen) auf dem Gelände aufhalten. Es werden maximal 20 Personen gleichzeitig auf das Gelände gelassen, damit es kein unkontrolliertes Aufhalten vor Ort gibt. Es gibt einen Sichtschutz, damit die Flüchtlinge wenigstens ein wenig Privatsphäre haben. Voraussichtlich ab dem 24. September 2015 kommen täglich 35 Flüchtlinge an, was bedeutet, dass rein rechnerisch nach zirka 11-12 Tagen die Unterkunft voll sein wird. Geplant ist diese Unterkunft erst einmal für 6 Monate, in der Hoffnung, dass diese Zeit ausreicht, um allen Menschen eine ordentliche Bleibe zu besorgen. Vor Ort werden Sozialarbeiter des Caritasverbandes eingesetzt, die den Flüchtlingen in vielen Situationen des täglichen Lebens, insbesondere bei den schwierigen Asylanträgen, helfen werden.

Der Großteil der Flüchtlinge wird aus Syrien oder Albanien kommen. Es werden voraussichtlich viele junge Männer dabei sein, die versuchen für ihre daheimgebliebenen Familien im Ausland einen Platz zu bekommen, damit sie ihre Familien aus den Krisengebieten nachholen können. Die Flüchtlinge werden mit sogenannten Sachleistungen, wie Mahlzeiten und Getränken, sowie notwendiger Bekleidung versorgt. Zusätzlich wird ihnen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ein Barbetrag von ca. 120 Euro / Monat für die persönlichen Bedürfnisse, wie Körperpflegemittel, Fahrkosten usw. gezahlt.

Neben der medizinischen Erstversorgung haben die Flüchtlinge Anspruch auf Krankenhilfe bei akuter Erkrankung in kassenüblicher Form mit einigen Ausnahmen, wie z.B. Zahnersatz. Sie erhalten für den Arztbesuch vom Sozialamt auf Antrag „Krankenscheine“, die sie bei niedergelassenen Ärzten vorlegen können.

Der Steeler Ruder-Verein hat eine Projektgruppe gegründet, vertreten durch Sozialwärtin Petra Regiani, Ralf Steiner, Burkhard Wettig, Raimund Evers und Paul Bidmon. Diese Gruppe wird die Flüchtlingsunterkunft besuchen und dann entscheiden, in welcher Form der Steeler Ruder-Verein die Flüchtlinge nach dessen Möglichkeiten und Kapazitäten unterstützen kann. Gedacht ist hierbei z.B. an Schnupperrudern oder Ergometertraining. Sollte der eine oder andere Flüchtling Interesse am Rudersport zeigen, können sie sich gerne den Anfängerkursen anschließen. Das ist laut der Meinung der Projektgruppe die unkomplizierteste Art, sie in die Gemeinschaft aufzunehmen.

Anregungen aus der Mitgliedschaft zur Unterstützung nimmt die Projektgruppe gerne auf. Der Vorstand hofft auf die Kooperation aller seiner Mitglieder, dass sich die Flüchtlinge so willkommen wie möglich fühlen.

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Steeler Ruderverein